Privatpatienten haben immer die freie Wahl

Kassenpatienten müssen sich im Falle eines Falles in die Hände eines Vertragsarztes begeben, wenn sie das nicht tun dann zahlen sie die komplette Behandlung aus eigener Tasche. Die Kunden der privaten Krankenkassen haben in Gegensatz keine Beschränkungen dieser Art.

Zurzeit sind auch die privaten Versicherungen massiv darauf aus, ihre Kosten zu drücken. Deshalb bieten sie den Kunden vermehrt Hausarztmodelle oder Primärarztmodelle an. Das Prinzip ist hier, dass der Patient sich verpflichtet einen Hausarzt aufzusuchen bevor er zu einen Spezialisten geht. Geht er nicht so vor passiert dasselbe wie bei der gesetzlichen Krankenkassen, er muss die Behandlungskosten selbst bezahlen.

Dieses Modell scheint perfekt zu sein, aber das ist nur in der Theorie so. In der Praxis aber wirft die private Krankenversicherung zum Teil massive Probleme auf. Sagen wir, dass sie selbständig sind und einen heftigen Hexenschuss erst zum Hausarzt schleppen müssen, und nur dann zum Spezialisten gehen dürfen. Mit diesem Zug verzögern sie unter Umständen ihre Heilung und verlieren eine Menge Zeit mit dem zusätzlichen Arztbesuch. Die hier verlorene Zeit könnten sie ganz leicht in ihr Geschäft investieren. Aber oft haben sie keine Wahl, weil der Wechsel in einen Tarif ohne Hausarzt mit einer neuen Gesundheitsprüfung verbunden ist.Kassenpatienten die ohne einen Spezialisten aufsuchen zahlen maximal 10 Euro selbst, aber privat Versicherte die dasselbe versuchen zahlen bis zu 20 Prozent aller Behandlungskosten.

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